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Mittwoch, 8. März 2023

Rückmeldung zum SKS-Kurs

Es gibt selten Rückmeldungen zu unseren Kursen und Prüfungen und noch seltener solch ausführliche Rückmeldung zu unserem SKS-Wochenendkurs. Heute bekamen wir die folgende mit vielen tollen Eindrücken, einer Lernstrategie und weiteren Tipps:

Hallo Nils bzw. Andreas,

ich möchte mich nur kurz bedanken und von meiner erfolgreichen SKS-Prüfung vorgestern erzählen.

Der Crashkurs bei Andreas hat mich super vorbereitet auf die Prüfung! Mein SBF war schon 7 Jahre her, sodass ich im Kurs sogar zuerst Probleme hatte, überhaupt auch nur einen Kurs mit dem Kursdreieck von der Karte abzulesen. Andreas hat es aber geschafft, mit einer Mischung aus Humor ("Rot-Weiß-Rot: Malocherboot", das werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen) und Ernst klarzumachen, was in der Prüfung verlangt werden wird. Teilweise dachte ich, dass du, Andreas, sehr flott durch den Stoff durchgerast bist, aber angesichts der Menge ist mir im Nachhinein klar, dass das gut war. Ein vierter Seminartag wäre trotzdem überflüssig, glaube ich, weil man letztlich die Fragen sowieso alleine für sich in den Kopf tun muss und in den drei Tagen genügend Zeit ist, um Verständnisfragen zu klären. 

Ich hatte die 10 Navi-Aufgaben alle einmal durchgerechnet und bin bei der Vorbereitung durch alle 10 durchgefallen. Teilweise wegen beeindruckender Flüchtigkeitsfehler, teilweise wegen Zeitüberschreitung. Danach habe ich alle Aufgaben noch einmal detailliert nachvollzogen und mir die spannenden Seezeichen und besonderen Fragen nochmal klargemacht. Damit ging es in der Prüfung dann super, auch wenn ich - wie alle 20 Prüflinge im Raum - die vollen 90 Minuten brauchte.

Die Menge an Fragen für den Fragebogen - und vor allem die Tatsache, dass es dort kein Multiple Choice gibt - war schon beeindruckend. Ich schätze, ich habe zusätzlich zum Seminar ca. 30 Stunden stramm gelernt. Meine Methode war, alle Fragen in gekürzter Form (nur das, was im Buch roter Text ist) in eine Excel-Tabelle abzuschreiben und jede Frage mit einem einzigen Schlagwort zu versehen. Dann bin ich alle 15 Prüfungs-Fragebögen durchgegangen und habe ermittelt, welche ca. 60 Fragen des offiziellen Fragenkatalogs in der Prüfung gar nicht drankommen können. Dabei ging es mir teilweise im Lernerleichterung, aber auch bei diesem Durchgehen aller Prüfungsfragen hat sich wieder die ein oder anderen Text ins Hirn gebrannt. 
Schließlich habe ich mit euren super Filmen und PDFs auf eurer Webseite alle Fragen, die ich noch nicht verstanden hatte, noch einmal vertieft. Denn bei dieser Art offener Fragen muss man den Inhalt schon verstanden haben, man kann nicht 450 Antworten auswendig lernen. 
Der Fragebogen lief in der Prüfung dann gut. Ich war zwar der Letzte, als ich nach 60 min. abgab. Und ich habe auch bei den Antworten viel zu viel geschrieben (das kam übrigens, weil ich das Beantworten der Fragenbogen-Fragen beim Lernen nur mündlich geübt hatte, aber nicht in den tatsächlichen Prüfungsbögen), da hätten Stichwörter gereicht. Aber ich wollte auch alles mühsam Gelernte aufs Papier bringen, und lieber zu viel schreiben als zu wenig. Hat ja dann gereicht (:-).

Bei meiner Prüfung sind übrigens ca. 4 von 20 Prüflingen durchgefallen, ist also bei Weitem kein Selbstgänger. 

Insgesamt ein beeindruckender Lernprozess. Es ist im Nachhinein nicht wichtig, dass ich für mein Leben weiß, wie eine Prüfungskommission im Jahre 2006 bei der Fragenerstellung z. B. definiert haben wollte, was Wind ist. Aber was ich auf dem Weg, alle 500 Fragen beantworten und die Navi-Aufgabe in nur 90 Minuten lösen zu können, gelernt habe, das finde ich wichtig und erfüllend.

Jetzt würde ich gern die praktische SKS-Ausbildung auch bei euch machen, geht ja aber nicht. Also werde ich wohl zu Robert gehen... 

Alles Gute, herzliche Grüße, J.



Sonntag, 31. März 2013

Kurs Helgoland oder Eiskunst an Deck?

Kurs Helgoland heißt es bei uns!
Von Ende März bis Dezember gibt es fast jede Woche einen Törn von Hamburg nach Helgoland und zurück. Am Donnerstag werden in Hamburg-Finkenwerder die Leinen losgeworfen und die Elbe abwärts gesegelt. Je nach Tide, genauer je nach Hochwasser, beginnen die Törns in den frühen Morgenstunden oder auch mal am Nachmittag. Stromab vorbei an Glückstadt, den Schleusen zum Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel und an Cuxhaven geht es dann hinaus auf die Nordsee.
Auf der einzigen deutschen Hochseeinsel Helgoland ist Zeit für einen Landgang, vielleicht sogar für etwas zollfreien Einkauf bevor dann die Leinen für den Törn zurück losgeworfen werden. Irgendwann am Sonntag macht die Yacht dann wieder in Hamburg fest.
Ausgestattet mit zwei leistungsstarken Heizungen sowie allem, was an Bord gehört, weiß die Crew den Komfort unter Deck schnell zu schätzen.
Am vergangenen Wochenende erinnerte die Lage an Deck nämlich herzlich wenig an Südseesegeln. Durch den starken und sehr kalten Ostwind gefrohr die überkommende Gisch augenblicklich, was zu besonderer Eiskunst führte. Das Foto wurde von Skipper Wolfgang auf dem Rücktörn aufgenommen.


Wir werden immer gefragt, ob wir auch Schwerwettertraining anbieten. Unsere Antwort: "Wer garantiert denn das schwere Wetter an dem Törntermin?" All denen, die in kurzer Zeit viel lernen und erleben wollen können wir raten: Kurs Helgoland im Frühjahr und im Herbst! Kaum ein anderes Revier hat so viel zu bieten wie Elbe und Nordsee!

Willkommen an Bord!