Donnerstag, 19. Juli 2018

Passfotos für den Sportbootführerschein

Es sei zunächst daran erinnert, dass der Sportbootführerschein seit Januar 2018 als innovative Scheckkarte ausgestellt wird. Das unpraktische ältere Papier-Format ist weg. Außerdem gibt es nur noch ein Dokument für die Geltungsbereiche Seeschifffahrtsstraßen und Binnenschifffahrtsstraßen (also See+Binnen).
Damals, also früher, also bis letztes Jahr reichte man ein Psassfoto ein, das mit einer speziellen Stanzung fest mit dem Führerscheindokument verbunden wurde. Das Format musste schon immer 35x45mm (Passfotoformat) sein, aber früher wurden teilweise auch etwas größere "Bewerbungsfotos" akzeptiert und in den Sportbootführerschein eingestanzt.

Nun erreichte uns kürzlich folgende wichtige Information zur Qualität der Passfotos im Sportbootführerschein, die wir nicht vorenthalten möchten:

um in der neuen Sportbootführerscheinkarte ein optimales Bildergebnis zu erreichen, ist es notwendig, dass die von den Bewerbern eingereichten Passbilder gewissen Anforderungen genügen. Außerdem wird durch qualitativ hochwertige Passbilder die Arbeit in den Prüfungsausschüssen und der Geschäftsstelle stark erleichtert.

Unter dem beigefügten Link finden Sie die von der Bundesdruckerei herausgegebene Fotomustertafel für Auseisdokumente. Aus dieser Mustertafel geht hervor, welchen Anforderungen ein Passbild genügen muss. Da biometrische Fotos für den Sportbootführerschein auch weiterhin – zumindest bisher – nicht gefordert werden, soll diese Mustertafel lediglich als Orientierung für ein angemessenes, gutes Passbild dienen. Bitte achten Sie daher darauf, dass sich Ihre Teilnehmer an diesen Vorgaben orientieren und entsprechende Passbilder einreichen. Vielen Dank!




  

Freitag, 13. Juli 2018

Bewertungsschlüssel Sportbootführerscheinprüfung 2018

Seit Januar 2018 gibt es einen etwas modifizierten Bewertungsschlüssel für die theoretische Prüfung zum Sportbootführerschein. Je nach angestrebter Qualifikation müssen mehrere Teile in der theoretischen Prüfung beantwortet werden. Detailierte Informationen zur Bewertung zu den einzelnen Prüfungsteilen gibt es hier:
https://www.elwis.de/DE/Sportschifffahrt/Sportbootfuehrerscheine/Bewertungsschluessel/Bewertungsschluessel-page.html?nn=428144

Wichtig ist, dass z.B. beim Sportbootführerschein See (oder neudeutsch "Sportbootführerschein mit dem Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen") alle drei Teile der theoretischen Prüfung gleichzeitig bestanden werden müssen. Im einzelnen muss also der Basisteil und die spezifischen Fragen See und die Navigation bestanden werden. Klappt es z.B. in der Navigation nicht, müssen alle 3 Teile wiederholt werden.
Es gibt also keine Möglichkeit sich einzelne bestandene Teile in der Wiederholungsprüfung zu ersparen.
Seit Januar 2018 wird der Sportbootführerschein See und Binnen (bzw. Sportbootführerschein mit dem Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen und Binnenschifffahrtsstraßen ) als ein Dokument in Form einer Plastikkarte von der Bundesdruckerei ausgestellt.

Kurios (bzw. im Sinne der Verordnung) ist dabei jedoch, dass man den "See-Teil", also den Prüfungsbogen Seeschifffahrtsstraßen unabhängig vom "Binnen-Teil", also dem Prüfungsbogen Binnenschifffahrtsstraßen bewertet bekommt.
Das hat zur Folge, dass bei bestandenem "See-Teil" aber nicht-bestandenem "Binnen-Teil" der bestandene "See-Teil" doch bestehen bleibt und nur der "Binnen" wiederholt werden muss.

Also ist das jetzt wirklich nur ein Sportbootführerschein? Ist es, den er wird erst ausgestellt, wenn wirklich alle ursprünglich angestrebten Qualifikationen erfolgreich erlangt wurden.



 

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Radarpatent in Lauenburg

Nach einem anstrengenden Lehrgang zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Radarpatent erreichte uns heute eine nette Rückmeldung zum Kurs:

Guten Tag Herr Finn, 

Ich möchte Ihnen eine kurzes Feedback zu ihrem Kurs vom 2-3.12.17 geben. 

Ich persönlich finde durch die Wiederholungen des zu lernenden Stoffs innerhalb der Fragerunden, ist viel hängen geblieben. Das Anschauungsmaterial war auch sehr gut da man sich dadurch vieles besser vorstellen konnte. Auch so von Ihren Erklärungen war vieles anschließend klarer. Was denke ich vielen von unserem Kurs sehr geholfen hat waren die ausführlichen Übungen der Funksprüche, Schallsignale und Maschinenkommandos. Die Dienstagsgruppe hat sich daran gehalten und es hat bei allen geklappt. 
Ihr Kurs war etwas ausführlicher als in der Theorie benötigt, dennoch finde ich es gut da wir uns mit dem generellen Aufbau und der Funktionsweise beschäftigt haben und ich mir gut vorstellen kann diese Information im weiteren Berufsleben gut zu gebrauchen. 

Ich möchte mich nochmals bei Ihnen für Ihre Geduld und Hilfe bedanken und kann Ihnen sagen das ich gestern dem 5.12.17 mein Radarpatent bestanden habe. 

Mit freundlichen grüßen 

Jenny 
Die Lehrgänge bieten wir immer am Wochenende vor der vom WSA-Lauenburg geplanten Prüfung an. Die lehrgänge laufen Samstag und Sonntag von 9-18 Uhr in Lauenburg. Die theoretische uns praktische Prüfung findet dann Montag oder Dienstag ebenfalls in Lauenburg statt.
Ablegen zur praktischen Prüfungsfahrt auf dem Eisbrecher Büffel.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Neue Bewertungsregeln für die theoretische Prüfung Sportbootführerschein

Die neue Sportbootführerscheinverordnung hat die ehemaligen Scheine
Sportbootführerschein See und Sportbootführerschein Binnen
zusammengefasst zu einem Sportbootführerschein mit dem Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen und dem Geltungsbereich Binnenschifffahrtsstraßen.

Der Fragenkatalog ist nur geringfügig angepasst - dafür aber zusammengefasst worden.

Nun erreichte uns folgende Information vom Deutschen Motoryachtverband e.V. mit der Bitte, unsere Schüler entsprechend darauf vorzubereiten - und dem kommen wir hiermit nach:

Theoretische Prüfung

Bewertung der Fragebogen im Falle der Ablegung der theoretischen Prüfung für beide Geltungsbereiche an einem Tag:

Es ist der Basisteil des theoretischen Fragebogens für den Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen zu lösen.

Die Prüfungsteile sind wie folgt zu bewerten:

1.            Basisteil: 7 Fragen; hiervon müssen 5 Fragen richtig beantwortet werden;

2.            Spezifische Fragen Binnen: 23 Fragen; hiervon müssen 18 Fragen richtig beantwortet werden;

3.            Spezifische Fragen See: 23 Fragen; hiervon müssen ebenfalls 18 Fragen richtig beantwortet werden;

4.            Fragen der Navigation: 9 Fragen; hiervon müssen 7 Fragen richtig beantwortet werden.


Für den Fall, dass in keinem der spezifischen Teile (inkl. Navigation) eine ausreichende Anzahl an Fragen beantwortet wurde, ist bei einer Wiederholung der Basisteil erneut zu lösen. Das heißt, auch für den Fall, dass im Basisteil mindestens 5 von 7 Fragen richtig beantwortet worden sind, kann dieser isoliert nicht zu einer Wiederholungsprüfung „mitgenommen“ werden.

Für den Fall, dass im Basisteil keine ausreichende Anzahl an Fragen richtig beantwortet wurde, sind auch alle spezifischen Teile bei einer Wiederholungsprüfung erneut zu lösen. Das heißt, auch für den Fall, dass in einem spezifischen Teil (ggf. inkl. Navigation) oder allen spezifischen Teilen (inkl. Navigation) ausreichend Fragen richtig beantwortet worden sind, kann dieser oder können diese isoliert nicht zu einer Wiederholungsprüfung „mitgenommen“ werden.

Diese Bewertungsvorgaben gelten nicht nur für die Abnahme der theoretischen Prüfung für beide Geltungsbereiche an einem Tag (= Kombi-Prüfung), sondern auch für die Abnahme der theoretischen Prüfung für nur einen Geltungsbereich. Das heißt, auch dann müssen der Basisteil und der spezifische Teil (ggf. inkl. Navigation) mit gleichen Kriterien für das Bestehen und Nichtbestehen für sich bewertet werden.
 

Neue Sportbootführerscheinverordnung

Am 10.05.2017 trat die neue Sportbootführerscheinverordnung in Kraft - der Weg dahin dauerte fast so lange, wie das Wort lang ist...  Und dann kam sie 10 Tage später als geplant, was an einigen Stellen viel Verwirrung stiftete, denn alle hatten mit einem In-Kraft-treten am 01.05.2017 gerechnet.
Na ja, 10 Tage mehr oder weniger - wen kümmert es.

Ausführliche Infos zur Verordnung gibt es natürlich bei den beiden beliehenen Verbänden

DSV: http://www.dsv.org/nachrichten/2017/05/neue-sportbootfuehrerscheinverordnung-das-aendert-sich/

DMYV: https://www.dmyv.de/fuehrerschein-funk/neue-sbf-verordnung/

Und dann ist da noch die Redaktion der Zeitschrift "Yacht": http://www.yacht.de/schlagworte/tag/Sportbootf%C3%BChrerscheinverordnung.html

Nix liegt uns also fernen, als an dieser Stelle auch noch eigene Gedanken zum "Großen Wurf" und der "Abschaffung vieler formaler Hürden" zu formulieren.
Uns bleibt nur, uns mit der früher einmal undenkbaren Situation, nämlich 2 konkurrierende Prüfungsausschüsse die parallel Prüfungen anbieten, zu arrangieren.

Wir haben eine Seite erstellt, die täglich aktualisiert wird, und alle die Prüfungstermine zum Sportbootführerschein in Hamburg auflistet, die mit uns und auf unserem Schulschiff möglich sind.
Wer also den Motorbootführerschein in Hamburg plant und Unterstützung benötigt, findet viele wichtige Informationen.
https://yachtschule-meridian.de/kursangebote-der-yachtschule-meridian/praktische-pruefung-sportbootfuehrerschein/

Herzlich Willkommen an Bord!  

Donnerstag, 26. Januar 2017

Funkkurs am Wochenende



Wir führen vor allem im Winter an unterschiedlichen Kursorten Funkkurse zum SRC, UBI und manchmal auch zu LRC durch. Das SRC (und das LRC) wird im Seefunk benötigt, das UBI ist das Funkzeugnis für die Binnenschifffahrt. Die Kurse führen wir direkt an den Sprechfunkanlagen durch, die auch in der Prüfung verwendet werden. 
Neben einer theoretischen Einführung steht das praktische Training in den Geräten im Mittelpunkt.
Im Funkkurs am vergangenen Wochenende hatten wir nur recht wenig Teilnehmer, einer davon Reiner, ein sympathischer, älterer Herr, der vor einem Jahr auch schon den Sportbootführerschein bei uns gemacht hat. Er fiel in diesem Funkkurs durch vielfältige „geistreiche“ Äußerungen auf, von denen ich hier einige wiedergeben möchte.

Reiner: „Ich bin über 60 – da dauert es ein wenig länger...das kann ich mir nicht alles merken, ich tätowiere mir das auf den Handrücken.“

Zum Thema ‚Öffentlicher Nachrichtenaustausch‘:
Wir sprechen über den Betreiber der deutschen Küstenfunkstellen, den Delta Papa Null sieben Seefunk, abgekürzt (DP07). Reiner, fast am Ende des Themas:

 „Aber wer ist denn dieser Papa? Ist das der vierte Vater?“

Später am Tag wurde intensiv an den Geräten geübt. Jeder musste mehrmals die Sprechfunkmeldungen vorsprechen. Wieder Reiner: 

„Darf ich statt Schiffsnamen und Rufzeichen auch ein Alias verwenden, z.B. Blödmann hier ist A-Loch?“

5 Minuten später ging es weiter mit einer Notmeldung und dem anschließenden Notverkehr. Reiner hierzu:

 „Also das Wort ‚Notverkehr‘ muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen.“

Antwort vom Übungspartner: „Nein! Bitte nicht auf der Zunge!“

Ich war entsetzt!

Letzte Frage von Reiner kurz vorm Kursende: 

„Ist das Finale des Kurses das gemeinsame abSaufen?“

Sollte jemand beim Lesen dieser Zeilen nicht alles verstanden haben, empfehlen wir die Teilnahme an einem unserer Funkkurse.

Samstag, 3. Dezember 2016

Der Winter kommt (wie jedes Jahr)

Glücklicherweise oder manchmal auch zur Verwunderung aller finden die größen Prüfungen zum Sportbootführerschein häufig im Dezember statt.
Na klar, man möchte sich den "Lappen" unter den Weihnachtsbaum legen.

Gestern haben wir noch bis in die Dunkelheit kräftig Ausbildung gefahren und heute war der große Tag: Die vorletzte Prüfung des Jahres zum Sportbootführerschein in Hamburg in der Billstraße 41.
Als wir um 07.40 Uhr den Motor der MERIDIAN IV starteten, lag das Schulschiff in einer geschlossenes Eisdecke. Ein Drama. Außentemperatur -6°, Temperatur im Steuerhaus -4°. Also Heizung an, Schrubber raus und ins 3-4 mm dicke Eis hacken. (Übrigens haben wir auch einen Bootshaken an Bord, aber der Schrubber ist viel effektiver im Eis.) 
Nach etwa einer halben Stunde und einigen Kurven mit viel Geschwindigkeit und Wellenschlag war das Wasser zumindest so weit offen, dass die Prüfung starten konnte. Puh!




In unserem Manöverbereich blieb das Wasser tagsüber eisfrei aber weiter weg auf dem Kanal war alles zugefroren.
Und die nächsten Nächte bleibt es kalt...
Bleibt abzuwarten, wie sich die winterlichen Temperaturen entwickeln. Wenn es eisfrei bleibt, gibt es noch eine Prüfung am 17.12. und dann ist (vielleicht) Winterpause.

Freitag, 27. Mai 2016

Änderungen SKS und SSS Praxisprüfung ab 2017

Wie jetzt amtlich veröffentlicht wurde, stehen für nächstes Jahr große Änderungen an.
Ab Januar 2017 ändern sich die Anforderungen in der praktischen Prüfung zum Sportküstenschifferschein (SKS auf Seite 7) etwas 
und für die die praktische Püfung zum Sportseeschifferschein (SSS auf Seite 3) deutlich.
http://www.dsv.org/app/uploads/aenderungen-rl-sks-sss-shs-tradschiff-2016.pdf

Bleibt abzuwarten, wie sich die Prüfungsaufgabe:
Bootsführung während eines Rettungsmanövers (mit auf den Einzelfall bezogener Begründung der Crew-Einteilung, Wahl des Manövers und Planung der Bergung)
prüfen läßt und welche allgemein gültigen Kriterien in der Beurteilung durch die Prüfer zugrunde gelegt werden. Und was ist mit einem zweiten Versuchen, sollte das Manöver mal nicht perfekt klappen? Kann das im konkreten Einzelfall vom Prüfer entschieden werden?

Kann man die Prüfungsaufgabe:
Bootsführung im Hafen (mit auf den Einzelfall bezogener Begründung der Crew-Einteilung, Wahl der einzelnen Manöver und Erläuterungen zur Verkehrssituation)
übersetzen mit "Anlegen oder Ablegen" oder verbirgt sich dahinter auch das Kontrollieren von stehendem und laufendem Gut sowie das Vorbereiten des Auslaufens?
Sollte an dieser Stelle vielleicht auch das kursgerechte Aufstoppen oder Wenden auf engem Raum gezeigt werden?
Kann man eventuell schon durchfallen, weil man eine Klampe nicht korrekt belegt oder einen geforderten Knoten nicht vormachen kann?
 
Na, man wird sehen, was die Saison 2017 bringt.
 
Bis dahin genießen wir die laufende Saison und hoffen auf sonniges wetter..

 

Montag, 2. Mai 2016

Eine Rückmeldung zu einer Funkprüfung in Hamburg

Hallo Meridianer,

in der Tat habe ich am x.x. die Prüfung für die beiden Funkscheine gemacht und es hat auch wunderbar geklappt, obwohl nach meiner Beobachtung an diesem Tag rund 20% der Teilnehmer irgendeinen Prüfungsteil noch mal machen mußten...

Ich habe nach dem Wochenendseminar am x./x.x. für das Lernen neben der Fragen App vom DK Verlag (echt gut) nur noch Eure Kursunterlagen und das Internetangebot der "Seereise" zum Üben benutzt. Das hat prima funktioniert. Ich hatte die Unterlagen auch mit bei der Prüfung und habe in der langen Pause zwischen See und Binnen auf dieser Basis Binnen noch einmal komplett wiederholt.

An dieser Stelle auch noch mal mein Dank an J. Sein Unterricht war prima und sein Tip, alle Situationen in eine Tabelle selbst einzutragen, hat zum Lernerfolg wesentlich beigetragen. Wahrscheinlich schleppe ich jetzt die Tabelle für alle Zeiten mit mir rum... :-)

Was mir aber eigentlich am besten gefallen hat: Ihr habt ohne irgendwelche Abstriche alles eingelöst, was in den Prospekten usw. über Euch und den Kurs zu lesen war. So etwas ist heute leider selten geworden.

Beste Grüße

E.
 
Anmerkung:
Der E. hat die Prüfungen zum Seefunkzeugnis SRC und Binnenschifffahrtsfunk-Zeugnis UBI an einem Sonntag in der Gründgensstraße 18 in Hamburg abgelegt.
Die erwähnte "Seereise" ist Bestandteil unseres internen Angebots für die Kursteilnehmer.
Infos zu unseren Funkkursen gibt es hier

Samstag, 5. März 2016

Änderungen in der praktischen Prüfung zum SSS



In der Berufs- und Sportschifffahrt kommen zunehmend elektronische Seekarten zum Einsatz. Für Sportboote ist im Freizeitbereich seit längerer Zeit der Gebrauch von nichtamtlichen Seekarten in Papier- und/oder elektronischer Form nach Schiffsicherheitsverordnung ausreichend. Das macht in naher Zukunft eine Änderung in der praktischen Prüfung zum Sportseeschifferschein (SSS) erforderlich. Geplant ist derzeit, dass ab 2017 die Prüfungsyacht mit einem Kartenplotter ausgestattet sein muss und dieser neben dem Radar in der Prüfung vom Bewerber bedient werden muss. 

Mit dieser Neuerung weicht man damit von einem wesentlichen Seemännischen Grundsatz ab:
Auf See darf man sich nur auf 2 Dinge verlassen: auf Gott und auf die Seekarten der britischen Admiralität.

Ergänzung: Jetzt ist auch endlich das Geheimnis gelüftet, warum seit vielen Jahren beim SSS und SHS ausschließlich englische Seekarten und Publikationen verwendet werden.

Dienstag, 2. Februar 2016

Radarstrahlung – Gesundheitsgefahr?



Immer wieder gibt es auch in unseren Radarlehrgängen vielfälltige Diskussionen über Gesundheitsgefahren durch Radar und es werden die unterschiedlichsten Meinungen, Theorien und Behauptungen publiziert. Deshalb hier ein kleiner Überblick über die Strahlung, die von Radargeräten in der Binnenschifffahrt ausgeht.
Was sendet eine Radaranlage aus?
Radargeräte senden elektromagnetische Impulse im so genannten X–Band (etwa 9410 MHz) aus. Diese Impulse breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit (300.000 km/s) aus. Die Sendedauer ist extrem kurz (ca. 0,0005 Millisekunden), die Sendeleistung ist mit 4 kW relativ hoch. Nach dem Senden schalten die Geräte eine –vergleichsweise– lange Zeit (ca. 0,5 Millisekunden) auf Empfang. In dieser Zeit durchläuft der Impuls mit Lichtgeschwindigkeit den Raum, trifft auf einen Gegenstand, dort wird er reflektiert und erreicht dann mit der gleichen Geschwindigkeit wieder die Antenne. Im Empfänger werden die Daten nun aufbereitet, um dann auf dem Bildschirm dargestellt zu werden.


Die Radarantenne sendet elektromagnetische Impulse im X-band mit 4 kW Sendeleistuzng aus. 

Gefährden Radarstrahlen die Gesundheit?
Um diese Frage zu beantworten muss die ausgesendete Leistung gemessen werden. Solche Messwerte liegen für heute üblicherweise eingesetzte Radargeräte vor.
Die sogenannte Leistungsflussdichte beträgt direkt vor der Antenne 50 Watt pro m² (W/m²), im Abstand von 30 cm noch 10 W/m² und im Abstand von 3 m nur noch unter 1 W/m². 
Die medizinisch begründeten Grenzwerte liegen laut der 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (26.BlmSchV vom 14.08.2013) bei 10 W/m².
Fazit:
Man kann also festhalten, dass von der sich drehenden Antenne eine größere Gefahr ausgeht als von den ausgesendeten „Radarstrahlen“.
Die Werte entstammen übrigens einem kurzen Artikel der Zeitschrift "SicherheitsProfi 3.14"