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Donnerstag, 25. Oktober 2018

Sommerzeit - Winterzeit - Uhren umstellen

Das Leid mit der Zeit!
In dem großartigen Film "Zugvögel … Einmal nach Inari" von 1996 geht es um die schnellsten Zugverbindungen durch Europa. Der Protagonist nimmt immer die schnellste Verbindung, weil er Zeit sparen will. Dann die Frage an ihn:
Aber gehört sie dir denn - die Zeit?
Auch in unseren Kursen geht es häufig um Zeit - besonders in den Funkkursen. Da wird für die Meldungen immer die aktuelle Zeit in UTC (Nullmeridian-Zeit) benötigt. Je nach Jahreszeit beträgt der Unterschied zwischen unserer Unterrichts-Ortszeit und der UTC-Zeit 1 oder 2 Stunden.
In den Kursen zum Sportküstenschifferschein (SKS) und zum Sportseeschifferschein (SSS) wird die Zeit und die jeweilige Zeitzone insbesondere bei der Gezeitentrechnung benötigt. Da steckt das Wort "zeit" schließlich mitten im Thema.
Es gibt die Ortszeit oder die Local Time oder manchmal auch die Bordzeit, also die Zeit an Bord. Dann gibt es die Sommerzeit (MESZ, mitteleuropäische) und die Winterzeit (MEZ, mitteleuropäische), es gibt die Tafelzeit, es gibt die Zeitumstellung und manchmal auch noch einen Uhrenfehler. Puh!

"Und muss ich jetzt plus oder minus rechnen?"

"Wird die Uhr vor oder zurück gestellt?"

Also, wenn im Frühjahr die Gartenmöbel VOR das Haus gestellt werden, stellen wir auch die Uhr eine Stunde vor!
Im Sommer haben wir nämlich MESZ, das bedeutet wir sind zwei Stunden weiter als UTC-Zeit. Also gilt (Armbanduhrzeit) MESZ - 2 Stunden = UTC

Im Herbst holen wir die Gartenmöbel ZURÜCK ins Haus, daher stellen wir jetzt auch die Uhr eine Stunde zurück.
Im Winter haben wir die MEZ, das bedeutet, wir sind nur noch eine Stunde weiter als die UTC-Zeit. Liegt übrigens an unserer geographischen Länge, dass in Deutschland die Sonne etwas früher aufgeht als am Nullmeridian. Im Winter gilt also MEZ - 1 Stunde = UTC.

Vielleicht hilft die Darstellung ein wenig.
Und sollte die Sommerzeit oder die Winterzeit abgeschafft werden, gibt es natürlich eine Klarstellung.

Freitag, 27. Mai 2016

Änderungen SKS und SSS Praxisprüfung ab 2017

Wie jetzt amtlich veröffentlicht wurde, stehen für nächstes Jahr große Änderungen an.
Ab Januar 2017 ändern sich die Anforderungen in der praktischen Prüfung zum Sportküstenschifferschein (SKS auf Seite 7) etwas 
und für die die praktische Püfung zum Sportseeschifferschein (SSS auf Seite 3) deutlich.
http://www.dsv.org/app/uploads/aenderungen-rl-sks-sss-shs-tradschiff-2016.pdf

Bleibt abzuwarten, wie sich die Prüfungsaufgabe:
Bootsführung während eines Rettungsmanövers (mit auf den Einzelfall bezogener Begründung der Crew-Einteilung, Wahl des Manövers und Planung der Bergung)
prüfen läßt und welche allgemein gültigen Kriterien in der Beurteilung durch die Prüfer zugrunde gelegt werden. Und was ist mit einem zweiten Versuchen, sollte das Manöver mal nicht perfekt klappen? Kann das im konkreten Einzelfall vom Prüfer entschieden werden?

Kann man die Prüfungsaufgabe:
Bootsführung im Hafen (mit auf den Einzelfall bezogener Begründung der Crew-Einteilung, Wahl der einzelnen Manöver und Erläuterungen zur Verkehrssituation)
übersetzen mit "Anlegen oder Ablegen" oder verbirgt sich dahinter auch das Kontrollieren von stehendem und laufendem Gut sowie das Vorbereiten des Auslaufens?
Sollte an dieser Stelle vielleicht auch das kursgerechte Aufstoppen oder Wenden auf engem Raum gezeigt werden?
Kann man eventuell schon durchfallen, weil man eine Klampe nicht korrekt belegt oder einen geforderten Knoten nicht vormachen kann?
 
Na, man wird sehen, was die Saison 2017 bringt.
 
Bis dahin genießen wir die laufende Saison und hoffen auf sonniges wetter..

 

Samstag, 5. März 2016

Änderungen in der praktischen Prüfung zum SSS



In der Berufs- und Sportschifffahrt kommen zunehmend elektronische Seekarten zum Einsatz. Für Sportboote ist im Freizeitbereich seit längerer Zeit der Gebrauch von nichtamtlichen Seekarten in Papier- und/oder elektronischer Form nach Schiffsicherheitsverordnung ausreichend. Das macht in naher Zukunft eine Änderung in der praktischen Prüfung zum Sportseeschifferschein (SSS) erforderlich. Geplant ist derzeit, dass ab 2017 die Prüfungsyacht mit einem Kartenplotter ausgestattet sein muss und dieser neben dem Radar in der Prüfung vom Bewerber bedient werden muss. 

Mit dieser Neuerung weicht man damit von einem wesentlichen Seemännischen Grundsatz ab:
Auf See darf man sich nur auf 2 Dinge verlassen: auf Gott und auf die Seekarten der britischen Admiralität.

Ergänzung: Jetzt ist auch endlich das Geheimnis gelüftet, warum seit vielen Jahren beim SSS und SHS ausschließlich englische Seekarten und Publikationen verwendet werden.

Freitag, 26. Juni 2015

Änderungen im Fach Navigation beim Sportseeschifferschein (SSS) und beim Sporthochseeschifferschein (SHS)

Soeben erreichte uns die folgende Änderung per E-Mail:


Ab dem 1. September 2015 dürfen programmierbare und programmierte Taschenrechner nicht mehr benutzt werden. Nach einem Beschluss des Lenkungsausschusses sind dann nur noch Taschenrechner, die weder programmierbar noch programmiert sind, zugelassen.

Die in angehängter Liste aufgeführten Taschenrechner sind ausdrücklich zugelassen. Mit diesen Taschenrechnern kann die Formelsammlung im Begleitheft uneingeschränkt benutzt werden. Alle aufgeführten Taschenrechner verfügen über die erforderlichen Winkelfunktion (sin, cos, tan). Häufig sind einfache Konstantenspeicher und die Umrechnungsfunktion von Dezimal auf Hexagesimal etc. vorhanden.


Sollte sich der Wassersportler vielleicht fragen, wie diese Änderung mit der zunehmenden Überladung der Yachten mit Elektronik in Einklang zu bringen ist, wird die Antwort vielleicht lauten: "An Bord wir der programmierbare Taschenrechner ja auch nicht mehr eingesetzt, also ist es nur konsequent, ihn auch in der Prüfung wegzulassen."

Oder bedeutet diese Änderung das Aus für den SHS?

Wir sind gespannt!

Die oben erwähnte Liste lautet: