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Samstag, 1. Januar 2022

Neue Prüfungsgebühren 2022 für Sportbootführerscheine und Funkzeugnisse.

Kurz vor Heilig Abend kam die schon erwartete Info per E-Mail von der öffentlichen Auftragsverwaltung im DSV :

...wie bereits Anfang Oktober angekündigt, erfolgte aufgrund der neuen Besonderen Gebührenverordnung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen im Zusammenhang mit der Verwaltung der Wasserstraßen und der Schifffahrtsverwaltung eine Anpassung der bisherigen Gebührentatbestände für Prüfungs- und Verwaltungsgebühren im Bereich der Sportschifffahrt.

In erster Linie dient diese neue Gebührenverordnung der besseren Transparenz und Auffindbarkeit der jeweiligen Prüfungs- und Verwaltungsgebühren. Im Zuge dessen wurden aber auch die einschlägigen Gebühren an gestiegene Verwaltungskosten angeglichen und aktualisiert. (im Original ist der Text nicht fett)

Um Ihnen einen kurzen Überblick zu verschaffen, haben wir die wichtigsten Änderungen für Sie kurz zusammengefasst:

Die Nebenkosten sind nunmehr – wie bereits seit geraumer Zeit bei dem Sportbootführerschein - in den jeweiligen Gebühren enthalten und werden mit Ausnahme von Auslagen für Auslandsprüfungen nicht mehr gesondert erhoben.

Daneben wurden konkrete Gebührentatbestände für bestimmte Ergänzungs- und Teilprüfungen eingeführt, die den jeweiligen, tatsächlichen Prüfungsumfang- und aufwand der einzelnen Prüfungsteile hinsichtlich der Gebührenhöhe abbilden.

Des Weiteren wurde ein Gebührentatbestand aufgenommen für Fälle in denen Bewerber*innen unentschuldigt nicht zu einem Prüfungstermin erscheinen (in Höhe von maximal 25 Euro).

Rechtzeitig zum Neujahr 2022 ist der intuitiv zu bedienende Gebührenrechner des DSV angepasst:

https://www.sportbootfuehrerscheine.org/pruefungen/pruefungsgebuehren-rechner/ 

Leider ist in dem Rechner die Gebührenveränderung (-anpassung) ab 2022 nicht ersichtlich, daher hier einmal einige Gebühren im Vergleich. Der bisherige Wert beinhaltet die Nebenkosten und galt für Prüfungen in Hamburg.

  • Sportbootführerschein See bisher: 110,93 € NEU 145,39 €
  • Sportbootvührerschein Binnen AM bisher: 100,23 € NEU 127,79 €
  • Sportküstenschifferschein (SKS) komplett bisher: 143,41 € NEU 244,58 €
  • Seefunkzeugnis SRC bisher: 81,20 € NEU 127,88 €
  • UBI "Binnenfunkzeugnis" bisher: 119,49 € NEU 108,71 €
  • Seefunkzeugnis LRC (inkl. SRC) bisher: 91,90 € NEU 187,48 €
Großartig, wenn auch einmal etwas günstiger wird! Bei den geröteten Anpassungen bleibt abzuwarten wie sich die Nachfrage entwickelt...
Die genannten Gebühren werden für Prüfungsanträge erhoben, die ab 01.01.2022 gestellt werden.

Leinen los und Ablegen zu einer tollen Wassersportsaison 2022!

Donnerstag, 26. Januar 2017

Funkkurs am Wochenende



Wir führen vor allem im Winter an unterschiedlichen Kursorten Funkkurse zum SRC, UBI und manchmal auch zu LRC durch. Das SRC (und das LRC) wird im Seefunk benötigt, das UBI ist das Funkzeugnis für die Binnenschifffahrt. Die Kurse führen wir direkt an den Sprechfunkanlagen durch, die auch in der Prüfung verwendet werden. 
Neben einer theoretischen Einführung steht das praktische Training in den Geräten im Mittelpunkt.
Im Funkkurs am vergangenen Wochenende hatten wir nur recht wenig Teilnehmer, einer davon Reiner, ein sympathischer, älterer Herr, der vor einem Jahr auch schon den Sportbootführerschein bei uns gemacht hat. Er fiel in diesem Funkkurs durch vielfältige „geistreiche“ Äußerungen auf, von denen ich hier einige wiedergeben möchte.

Reiner: „Ich bin über 60 – da dauert es ein wenig länger...das kann ich mir nicht alles merken, ich tätowiere mir das auf den Handrücken.“

Zum Thema ‚Öffentlicher Nachrichtenaustausch‘:
Wir sprechen über den Betreiber der deutschen Küstenfunkstellen, den Delta Papa Null sieben Seefunk, abgekürzt (DP07). Reiner, fast am Ende des Themas:

 „Aber wer ist denn dieser Papa? Ist das der vierte Vater?“

Später am Tag wurde intensiv an den Geräten geübt. Jeder musste mehrmals die Sprechfunkmeldungen vorsprechen. Wieder Reiner: 

„Darf ich statt Schiffsnamen und Rufzeichen auch ein Alias verwenden, z.B. Blödmann hier ist A-Loch?“

5 Minuten später ging es weiter mit einer Notmeldung und dem anschließenden Notverkehr. Reiner hierzu:

 „Also das Wort ‚Notverkehr‘ muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen.“

Antwort vom Übungspartner: „Nein! Bitte nicht auf der Zunge!“

Ich war entsetzt!

Letzte Frage von Reiner kurz vorm Kursende: 

„Ist das Finale des Kurses das gemeinsame abSaufen?“

Sollte jemand beim Lesen dieser Zeilen nicht alles verstanden haben, empfehlen wir die Teilnahme an einem unserer Funkkurse.